Polizeistiftung begleitet mutige Frau aus ihrer Unterdrückung

Jahrelang litt die aus Arabien stammende Frau unter körperlicher und psychischer Gewalt ihres fundamental und traditionell denkenden und handelnden Ehemannes. Nicht nur er, sondern auch große Teile seiner Familie beteiligten sich an der schematischen Unterdrückung der vierfachen Mutter. Lange Zeit durfte die Mülheimerin die Wohnung nicht verlassen, soziale Kontakte ohne Beisein des Ehemannes oder eines "Aufpassers" waren ihr strikt verboten. Mit täglichem Druck und Bedrohungen verhinderte die Familie, dass die Frau die deutsche Sprache erlernen konnte.

Vor Wochen nahm die mutige Frau Kontakt zu einer Hilfsorganisation auf, die sich fortan um die Frau und ihre 7, 6, 3 und 2 Jahre alten Kinder kümmerte. Gemeinsam und in kleinen Schritten verließ die Mutter ihre kulturelle Vergangenheit und versuchte, sich und ihre in einem unerträglichen Gewaltklima aufwachsenden Kinder auf die eigenen Beine zu stellen. Nach der sehr belastenden Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann kümmert sich die starke Frau allein um ihre Kleinen.

Seit kurzer Zeit lebt die Familie in einer eigenen, noch recht karg möblierten, Wohnung. Die finanzielle Situation ist sehr angespannt und jeder Cent muss dreimal umgedreht werden, bevor er ausgegeben werden kann. Fleißig lernt die Mutter die deutsche Sprache und knüpfte bereits die ersten sozialen Kontakte zu anderen Mülheimern.

Die vier Kinder teilen sich ein Kinderzimmer, in dem nur zwei Betten vorhanden sind. Die beiden Jüngsten müssen auf Schaumstoffunterlagen schlafen.

Die Polizeistiftung David + Goliath erfuhr kurz vor dem Wochenende von der Situation der tapferen Frau. Schnell und völlig unbürokratisch stellt die Stiftung der Familie 600,00 Euro zur Verfügung, von denen noch in dieser Woche ein neues Kinderbett gekauft wird. Noch vor dem Kinderbett werden vier Polizeiteddybären die Kinder erreichen, die von den Kuratoriumsmitgliedern Burkhard Kowitz und Thomas Weise übergeben werden. Die hübschen Stofftiere sollen die vier Kinder als kleine Seelentröster auf dem beschwerlichen weiteren Weg begleiten und ihnen aufzeigen, dass sie in Mülheim an der Ruhr nicht alleine sind.