Polizeistiftung David + Goliath führt den Anstoß beim Benefizspiel für Maribel aus

VfB Speldorf Auswahl - Weisweiler Traditionself 3:9 (1:2)

Tore: 0:1 Albertz, 0:2 Weber, 1:2 Roenz, 1:3 Pflipsen, 1:4 Özkaya, 2:4 Roenz, 2:5 Goumai, 2:6 Marx, 3:6 Jung (Eigentor), 3:7 Özkaya, 3:8 Goumai, 3:9 Kastenmeier

Bei tragischen Fällen hält die Mülheimer Fußballfamilie zusammen. Über 600 Zuschauer kamen am Freitagabend zur Saarner Straße, um dem Benefizspiel für die verbliebene Tochter des verstorbenen ehemaligen Mülheimer Fußballers Ante Majic-Todt beizuwohnen. Als Stargast fungierte die Weisweiler-Traditionself von Borussia Mönchengladbach, die in Speldorf als 9:3 (2:1)-Sieger vom Feld ging.

Viel wichtiger als das Spiel, in dem Dirk Roenz beide Tore für die Mülheimer erzielte (das dritte war ein Eigentor), war das Geschehen abseits das Platzes. Schon vor dem Anstoß hatte sich die Firma Hoffmann das Trikotsponsoring der Speldorfer 1000 Euro kosten lassen, die Polizeistiftung "David + Goliath" kaufte für 1500 Euro die Ausführung des symbolischen Anstoßes. Während der Partie trudelten immer mehr größere Spenden ein. Der Verein "Rolli Rockers Sprösslinge" beteiligte sich mit 500 Euro. Die Bambini von Schwarz-Weiß Alstaden, die ein Spiel gegen die Talente des VfB austrugen, hatten spontan 400 Euro zusammengetragen. Da ließen sich auch die VfB-Minis nicht lumpen und spendeten 180 Euro. Die Alstadener Freizeitmannschaft SG Hibernia Alstaden gab weitere 100 Euro. Ebenso viel spendete der Kahlenberger HTC.

Vollkommen überwältig zeigte sich das Organisationsteam der Veranstaltung. "Für uns war das eine Mammutaufgabe, das in drei Monaten auf die Beine zu stellen", meinte Hans-Hermann Ufer. Er lobte ausdrücklich die beiden Hauptakteure Heinz Kolb und Ulf Zengerle. Die Idee sei bereits bei der Beerdigung des ehemaligen Mittelstürmers im Juli entstanden. "Wir waren damals eine gute Mannschaften und hatten immer viele Zuschauer. Etliche von denen habe ich heute wiedergesehen", sagte Ufer. Sämtliche (!) Spieler aus der damaligen Mannschaft liefen am Freitag für die Speldorfer Auswahl auf. "Das ist nach 30 Jahren auch nicht selbstverständlich".

Zu den 3780 Euro an Großspenden kommen sicherlich noch einmal jeweils ähnliche große Summen an Eintrittsgeldern sowie den Erlösen aus dem Losverkauf. Oben drauf kommt das Catering. "Eine seriöse Gesamtsumme können wir erst in einigen Wochen nennen", so Heinz Kolb.